Sportplatz in Höhn – Gewinne bei Wasser- und Abwasser – Entschlammung des Wiesensees

Bei der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates Westerburg, die am 26. September in der Stadthalle Westerburg stattfand, hieß VG-Bürgermeister Gerhard Loos zunächst die Ratsmitglieder willkommen. Zu den Themen der Ratssitzung zählte zunächst die Rückübertragung des Sportplatzes bei der Grundschule

Höhn an die Ortsgemeinde. Im Jahre 1979 hatte die Ortsgemeinde Höhn der Verbandsgemeinde die für den Sportplatzbau erforderlichen Grundstücke kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Sportplatzgelände soll jetzt nach Rückübertragung von der Ortsgemeinde an die Heinrich-Haus-GmbH verkauft werden. Diese möchte sodann Schul- und Sportanlagen für die Wilhelm-Albrecht-Schule und ein Wohnheim auf dem Gelände errichten. Wie Loos ausführte, handelt es sich bei dem Sportplatz um eine öffentliche Einrichtung, die im außerschulischen Bereich ausschließlich von den örtlichen Vereinen genutzt wird.  
Die Sicherstellung der örtlichen Vereins- und Freizeitsportes im Sinne des Sportfördergesetzes obliegt der Ortsgemeinde. Wie Ortsbürgermeister Hans Dieter Kraft, der als Zuhörer zugegen war, berichtete, wurden bereits Gespräche mit den Vereinsvertretern geführt. Bis zum Beginn der Bauarbeiten kann der Sportplatz noch genutzt werden. Dann werde auf die bereits bestehende Sportanlage zwischen Höhn-Schönberg und Neuhochstein„umgezogen“. Für diese Anlage seien Umbaumaßnahmen angedacht. Dazu gehöre eine Erweiterung um ein Jugendspielfeld. Außerdem sei in der Diskussion, den bisherigen Hartplatz in einen Kunstrasenplatz zu ändern. Der Erlös aus dem Verkauf des Sportplatzes und des alten Vereinsheims könne für diese Umsetzung verwendet werden.
Das Lehrschwimmbecken und die Schulturnhalle bleiben der Grundschule erhalten. Mit der Wilhelm-Albrecht-Schule wurde bereits darüber gesprochen, dass das Kleinspielfeld im hinteren Bereich in den Vormittagsstunden von den Grundschülern genutzt werden kann. „Insgesamt gesehen ist das eine gute Entwicklung“, zeigte sich Bürgermeister Loos zufrieden.
                 Gewinne bei Wasser- und Abwasser
Bürgermeister Loos freute sich mitteilen zu können, dass im vergangenen Jahr beim den Abwasserbeseitigungsanlagen 465.500 Euro und beim Wasserwerk rund 355.000 Euro Gewinn erzielt wurden. Dabei wies er auch auf die erheblichen Investitionen und die künftigen Aufgaben in diesen Bereichen hin. Bei den Abwasserbeseitigungsanlagen beträgt das Eigenkapital 28,5 Prozent, beim Wasserwerk 22,1 Prozent. Mit einer Gegenstimme stimmte der Rat den vorgelegten Jahresabschlüssen zu.
                Förderung „Leben im Dorf“
Nun informierte Loos über den Sachstand zur Förderrichtlinie „Leben im Dorf – Lange leben mittendrin“ (Zuwendung EU). Im Zuge der Kooperationsvereinbarung (2. Fortschreibung) zwischen der VG Wallmerod und der VG Westerburg wurde die Richtlinie zur Förderung des seniorengerechten und/oder barrierefreien Aus- und Umbau von Bestandsgebäuden „Lange Leben im Dorf“ erarbeitet. Die Förderrichtlinie wurde von der „Lokalen Aktionsgruppe Westerwald“ angenommen und für eine Bezuschussung von Projekten im Rahmen dieser Richtlinie durch Mittel der EU in Höhe von 70 Prozent vorgeschlagen. Ein Start des Förderprogramms kann jedoch erst nach Vorliegen des Fördermittelbescheides erfolgen. Dieser sei bis zur Erstellung der Beschlussvorlage nicht im Hause der VG Wallmerod eingegangen. Daher konnte an diesem Abend keine Beschlussfassung über diese Richtlinie erfolgen.
                Entschlammung des Wiesensees
Bezüglich der Entschlammung des Wiesensees informierte Bürgermeister Loos, dass die entsprechenden Anträge, die Messstellen zu installieren und die beiden Sedimentationsbecken zu bauen, bei der Kreisverwaltung eingereicht worden seien. Im Naturschutzgebiet dürften die Maßnahmen nur in der vegetationsarmen Zeit durchgeführt werden. Man hoffe nun auf eine kurzfristige Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde. Vom Ministerium aus Mainz sei bisher jedoch noch keine abschließende Stellungnahme bezüglich der zugesagten 90-prozentigen Übernahme der Kosten für die eigentliche Entschlammung eingegangen. Insgesamt werde diesbezüglich von Kosten in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro ausgegangen. Bisher seien alle Maßnahmen für Planung und Statik in der zugesagten Höhe bezuschusst worden.
                    Sonstiges
Hinsichtlich des gemeinsamen Bau-, Sportstätten- und Verkehrskonzeptes für die Schulen in Westerburg gab Loos bekannt, dass für den Auftrag dieser gemeinsamen Machbarkeitsstudie von Kreis und Verbandsgemeinde grünes Licht erteilt wurde. Für die Namensgebung der Realschule plus Westerburg sei ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Über die zehn eingereichten Vorschläge werde derzeit im Sachkundeunterricht diskutiert.
Werkleiter Jörg Pfaff informierte über die gemeinsame Baumaßnahme der Werke und des LBM in Hergenroth und Pottum, welche gut im Zeitplan lägen. Wie die Ortsbürgermeisterin von Hergenroth, Nina Podelski, informierte, soll die Straße am 16. November asphaltiert werden.