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JackWaeller: der neue Mitbürger

Ein Kräuterlikör mit Ahnen aus dem Westerwald/Neu und doch voller Geschichte: Der leckere JackWaellerjackw greiner gschweng 2 mi tast

Ein markantes Gesicht mit Bart und Wind in den Haaren – und im Wesen würzig, leicht süß und voller natürlicher Kräuter: das ist JackWaeller. „So schmeckt der Westerwald“, sagt Rainer Gschweng aus Rothenbach-Himburg selbstbewusst. Mit ganzer Leidenschaft hat er in den letzten zwei Jahren sein Projekt, einen Wäller Kräuterlikör herzustellen, betrieben. Ein Wort genügt, eine halbe Frage, die mit Likör

und Kräutern und Westerwald zu tun haben, schon sprudelt er über und reißt seine Zuhörer mit… Gerne spricht er über seine Dutzende Kräutermischversuche, die Reifung in Steinkrügen, die Qualität der Ingredienzien und über die Geschichte, die hinter all dem steckt.

Es ist klar, dieser Rothenbacher hat richtig Freude an seinem Projekt und investiert viel Zeit, Geld und Leidenschaft hinein. Und: Ein kleiner „Kuss“ des Kräuterlikörs reicht, um Gefallen zu wecken, rund und weich, doch nicht zu süß...

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Daniel Greiner (links) und Rainer Gschweng (rechts). Fotos: Tatjana Steindorf

Die Idee zum Likör entstand im Stöffel-Park vor einigen Jahren. Bei einer Führung durch den Brecher 1 sah er eine leere Flasche zwischen Schütten, Transmissionsriemen und Becherwerken im Staub. Das Lost-Place-Scenario regte gleich seine Fantasie an. Woher stammt die Flasche? Wer hat davon getrunken, fast 20 Jahre stand der Basaltbrecher bereits still…
Er öffnete den Bügelverschluss, schnupperte, stellte fest, dass darin einmal ein Kräuterschnaps eingeschlossen war und forschte nach, wer hier die Hand im Spiel gehabt haben könnte. „Das Etikett, mehr ein alter Zettel, war so gut wie nicht mehr zu entziffern. Nach vorsichtiger Reinigung und bei Tageslicht konnte man gerade noch so lesen: ‚Hände weg! Gruß Jack!‘“ So ist es auch auf der Homepage von www.jackwaeller.de nachzulesen.

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Jack, so fand er heraus, muss vor rund 70 Jahren in dem Steinbruch gearbeitet haben und war immer für einen Spaß zu haben – und offensichtlich für einen kräftigen Schluck gegen den Staub. Rainer Gschweng ist sich sicher: Männer wie Jack sind zuverlässig und kameradschaftlich. Sie sorgen mit ihrer Art für Abwechslung. Und natürlich spielte Jack seinen Kollegen gerne mal einen Streich. Die Quelle seiner Lebensfreude war vielleicht der geheimnisvolle Likör? Ganz verschiede Szenarien gehen Gschweng bei diesem Thema durch den Kopf. Er scheint der geistige Nachfahre von dem ideenreichen Jack zu sein. Und ein bisschen Seemannsgarn kommt vielleicht noch dazu, ist Rainer Gschweng doch 10 Jahre in der Marine gewesen und zur See gefahren.

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Seine Vorstellungen hält ein Künstler für ihn in Bildern fest: Daniel Greiner, ein junger Wäller aus Heckenhof (Kreis Altenkirchen). Er hat dem handgemachten Kräuterlikör ein Gesicht gegeben: Jack. Sogar eine Jacky wurde wohl schon geschaffen. Es ist längst ausgemacht, dass Daniel Greiner im kommenden Jahr im Stöffel-Park seine Werke ausstellen wird. http://www.greniereart.de.rs/
Was hat den Mann aus dem Rheingau vor fünf Jahren in unsere Region geführt, die Liebe? „Ja, die Liebe zum Westerwald“, antwortet er. Er mag hier die gute Luft, den Platz – im Vergleich zum Flusstal – und die „wunderbare Natur“. Das Herstellen von Likör war ursprünglich ein Hobby, das er jetzt zum Beruf gemacht hat. Sogar andere Produkte mit der JackWaeller-Marke gibt es bei ihm zu kaufen.
Ganz neu: JackWaeller gibt es jetzt zur Erfrischung auch als Eiskreation. Guido Schmitz brachte schon mal eine Ladung von Deesen (VG Ransbach-Baumbach) in den Stöffel-Park, wo das Westwood-Eis, sobald es die Pandemie-Vorschriften zulassen, zu kosten gibt. https://www.westwoodicecream.de/

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Der JackWaeller-Kräuterlikör wird auch in der Tourist-Information WällerLand (am Wiesensee und am Alten Markt in Westerburg) sowie im Stöffel-Park angeboten. Kleine Probierfläschchen gibt es ebenfalls.
Infos, Kontakt und Onlineshop im Internet: www.jackwaeller.de
(Foto und Text: Tatjana Steindorf)